Ich erlebe das immer wieder im Studio: Bis zur Tür ist jemand offen, sympathisch, ganz bei sich. Sobald ich die Kamera hebe, kippt das. Die Schultern gehen hoch. Der Ausdruck wird starr. Aus einem entspannten Menschen wird für einen Moment eine Maske.
Kommt Dir das bekannt vor? Du denkst: Ich bin einfach unfotogen. Wohin mit den Händen? Das fühlt sich komisch an. Wie sehe ich eigentlich gerade aus?
Gute Nachricht: Das ist normal – und es lässt sich ändern. Es geht nicht darum, „fotogen“ zu sein. Es geht darum, Du selbst zu bleiben, während ich die Kamera halte. Alles, was Du brauchst, ist etwas Anleitung, ein paar einfache Techniken und Deinen inneren Fokus. Präsenz statt Pose. Ruhe statt Kontrolle.
Warum wir nervös werden
Eine Kamera zieht Aufmerksamkeit auf sich – und Bewertung. Unser Nervensystem reagiert fast so, als müssten wir gleich vor Publikum sprechen. Das liegt den wenigsten.
Die Folge: Schultern hoch, Mimik eingefroren, Hände ohne Ziel. Verkrampfung.
Und genau dieser Moment landet dann auf dem Foto. Wir wirken unsicherer, distanzierter, unnatürlicher, als wir eigentlich sind. Das Ergebnis: Wir mögen die Fotos nicht – und vermeiden weitere.
Aber: Du kannst gegensteuern. Ich helfe Dir dabei. Es geht nicht darum, „fotogen“ zu werden. Das Ziel ist, ruhig, klar und präsent zu wirken.
Bevor die Kamera überhaupt hochgeht
Was viele nicht wissen: Ein gutes Shooting beginnt nicht mit dem ersten Klick.
Ich rede vorher kurz mit Dir – unaufgeregt, kein Verhör. Wofür ist das Bild? Für die Kanzlei-Website, Dein LinkedIn-Profil, ein Sprecherprofil? Wer schaut sich das später an, und was soll bei dieser Person hängen bleiben?
Diese paar Minuten bringen mehr für ein entspanntes Ergebnis als jede Anweisung danach. Du weißt, was passiert. Ich weiß, wen ich vor mir habe.
Und: Sag mir ruhig, wenn Du nervös bist. Das höre ich oft – und es ändert nichts an den Bildern. Es ändert nur, wie ich mit Dir arbeite.
Standpunkt & Haltung
Wie Du stehst, beeinflusst unmittelbar, wie Du wahrgenommen wirst – körperlich wie innerlich. Praktisch heißt das:
- Füße stabil auf dem Boden
- Gewicht leicht auf ein Bein verlagert
- Brustbein sanft angehoben
- Hinterkopf locker nach oben gedacht
- Schultern zurück und bewusst losgelassen
Dein Gedanke dabei: etwas, auf das Du wirklich stolz bist. Das schafft Ruhe und Körperbewusstsein.
Gerade bei Businessportraits macht das den Unterschied zwischen kompetent und unsicher wirken. Für eine Kanzlei-Website oder ein Speaker-Profil zählt jedes Detail in der Haltung – noch bevor jemand Dein Gesicht überhaupt bewusst wahrnimmt.
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Gesicht & Ausdruck
Viele frieren ein, sobald die Kamera sie anschaut – oder verstellen sich. Ergebnis: Maske, Starre, Distanz. Der Trick ist, in Bewegung zu bleiben – auch innerlich.
- Kopf leicht drehen
- Blick lebendig halten
- Kiefer locker, Lippen weich
- Mikro-Lächeln statt Maskenlächeln
Dein Gedanke: eine Situation, in der Du Dich stark und wohlgefühlt hast.
Praxis-Tipp: Ein tiefer Atemzug – dann in die Kamera blicken. So entsteht echte Ruhe im Blick.
Hände & Arme
Wenn Du nicht weißt, wohin mit den Händen, verrät das Anspannung. Hände sagen viel über Kontrolle und Gelassenheit. Nutzt Du sie bewusst, entsteht Natürlichkeit.
Gute Optionen sind:
- locker, entspannt hängen lassen
- eine Hand entspannt in die Hosentasche
- Hände an die Gürtelschlaufe
- einen Gegenstand halten (z. B. Brille, Notizbuch)
- den Hemdsärmel richten
- auf dem Tisch aufstützen
- leicht am Körper ruhen lassen
Einfach locker werden
Es gibt simple Wege, um Anspannung loszuwerden:
- Sich schütteln – den Körper einfach mal durchschütteln
- Atmen: vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen, das Ganze dreimal. Der längere Ausatem ist der eigentliche Trick – er beruhigt zuverlässiger als tiefes Einatmen allein
- Kiefer lockern: gähnen, Lippen schließen, Zunge an die oberen Schneidezähne
- Schultern resetten: hochziehen, kurz halten, nach hinten fallen lassen
- Dein Gedanke: „Ich bin hier jetzt genau richtig.“
Diese kleinen Bewegungen lösen Spannung und verändern Energie und Ausdruck sofort.
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Was während des Shootings passiert
Wir starten mit ein paar Testbildern. Die zählen nicht – sie sind nur dafür da, dass Du siehst, wie es aussieht, wenn Du einfach da stehst.
Zwischendurch schauen wir gemeinsam auf den Monitor. Nicht, um jedes Bild zu zerpflücken, sondern damit Du merkst: So siehst Du aus. Und das sieht gut aus. Das nimmt mehr Druck als jede weitere Anweisung.
Deine Miniübung vor dem Shooting
Kurz vor dem Shooting kannst Du Dich und Deinen Körper aktiv „einschalten“:
- Lippen und Wangen lockern
- bewusst gähnen oder lächeln
- Füße spüren, Schultern lösen
- Augen schließen, ruhig atmen
- in kleinen Schritten warm werden
Hilft, in Ruhe und Präsenz zu kommen.
Ein gutes Portrait entsteht nicht zufällig
Du bekommst von mir klare Anleitung, ehrliches Feedback und genug Raum, um Dich zu finden. Du wirst bei mir nicht alleine gelassen. Ich stelle Dir Fragen wie:
- Wie möchtest Du wirken?
- Was willst Du mit dem Bild erreichen?
- Welcher Eindruck, welches Gefühl soll beim Betrachter bleiben?
Dann gestalten wir gemeinsam Dein Bild – Schritt für Schritt. Du musst nichts spielen. Du darfst einfach Du selbst sein – und ich sorge dafür, dass das Bild genau das zeigt.
Fazit
Souveränität vor der Kamera hat wenig mit „fotogen“ zu tun. Sie entsteht, wenn Körper, Haltung und innerer Fokus zusammenkommen – und wenn jemand da ist, der Dich dabei nicht nur beobachtet, sondern führt.
Das Ergebnis sind keine Bilder, die Dich zeigen, wie Du sein solltest. Sondern Bilder, die zeigen, wie Menschen Dich erleben, wenn Du bei Dir bist – echt, klar und präsent.
Wenn gerade Dein LinkedIn-Profilbild, Dein Kanzlei-Foto oder Dein nächstes Businessportrait ansteht – lass uns ruhig vorher kurz reden, bevor Du buchst. Dann weißt Du vorher, was Dich erwartet.